Grußwort Fastenmarkt Mainburg 2018

Seit vielen Jahren tritt die Werbegemeinschaft dafür ein, in der Mainburger Innenstadt für Besucher und Einzelhandel ausreichende Parkmöglichkeiten zu schaffen. Es ist daher sehr erfreulich, daß dieses Thema nun erstmals im Bauausschuß aufgegriffen wurde. Die jetzige Diskussion über die Änderung der Parkdauer von bisher 1 Std. auf nunmehr 2 Std. zeigt aber, daß die Bedürfnisse für ein dem Einzelhandel und der Innenstadt gerecht werdendes Parken noch längst nicht allen, die darüber zu entscheiden haben, wirklich bekannt sind.

Wie schon die Stadtmarketing-Studie der Stadt Mainburg aus 2003 (!) zeigt, und ebenso die Mainburger Zielgruppen Analyse der Nürnberger Agentur SWZ, bevorzugen die Innenstadt-Kunden den persönlichen, beratungsintensiven Zielkauf. Dazu gehört unabdingbar auch ein einladendes Angebot an Cafés und Gaststätten. Und ein auf 2 Stunden beschränktes Parken bei fehlenden 700 Parkplätzen erfüllt diese Ansprüche nicht. Ebenso ist die jüngst auf 3000 Stunden ausgeweitete Verkehrsüberwachung und Geschwindigkeits-Reduzierung auf 20 Kmh kontraproduktiv. Noch mehr teure Meßstellen, noch mehr Verkehrsüberwachung, noch mehr Knöllchen verhindern das Aussterben der Innenstadt nicht und dies müßte auch unserer Stadtentwicklerin bekannt sein. Die Werbegemeinschaft fordert daher, endlich das Stellplatz-Defizit (lt. Gutachten fehlen 770 Stellplätze) unverzüglich abzubauen. Dazu sind die seit Jahrzehnten vereinnahmten Stellplatz-Gebühren und der Gewinn aus der kommunalen Verkehrsüberwachung zu verwenden (letzterer beträgt allein schon jährlich ca. 30 000,- Euro). Ebenso fordert die Werbegemeinschaft von der Stadt ausreichend kostenloses Parken in Geschäftsnähe zu schaffen, die überfälligen Strukturmaßnahmen durchzuführen; Die Innenstadt ist ausreichend mit Verkehrswegen zu erschließen, damit bei größeren Veranstaltungen und Jahrmärkten der ortsansässige Handel und das Gewerbe in der Innenstadt vom Besucherstrom profitieren können und nicht -wie derzeit- in den Hauptgeschäftszeiten geradezu abgeschnitten wird.

Vorschläge für ein Stadtentwicklungs-Leitbild liegen seit langem vor, z.B. von Dr. Segerer von der IHK. 18 Monate ist die Stadtentwicklerin im Amt und die Werbegemeinschaft, vor allem aber unsere Bürger, Vereine und die Mainburger Wirtschaft erwarten nunmehr Ergebnisse und eine Zwischenbilanz. An die Zentrale Forderung des Bürgerantrags aus 2015 erinnern wir. Jedenfalls hat unser Bürgermeister Reiser die Besetzung der Stelle des Stadtentwicklers/in auf zwei Jahre begrenzt, mit der Begründung diesen an nachweisbaren Erfolgen und Ergebnissen regelmäßig zu messen.

Wir wünschen unseren Entscheidern, nunmehr die richtigen Weichen für die Entwicklung unserer Stadt zu treffen, den Besuchern einen angenehmen Aufenthalt beim ersten verkaufsoffenen Sonntag in 2018 und der hiesigen Wirtschaft eine rentierliche Kundenfrequenz.

Werbegemeinschaft Mainburg e.V.

Johannes Beck

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